sehr hilfreich, dabei superverständlich erklärt

Carolin Müller & Nadim Mekki: Zurück zum Glücksgefühl

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 9783579014883


Bei „Zurück zum Glücksgefühl“ handelt es sich um einen der drei Bände der neuen Buchreihe „Buddha to go“.

Carolin Müller und Nadim Mekki bringen Weisheiten des Buddhismus in Einklang mit psychologischen Ansätzen, erklären Grundlagen des Buddhismus wie Meditation, Achtsamkeit,  „Die vier edlen Wahrheiten“ und mit ihnen die Wahrheit des Leidens sowie den „edlen achtfachen Pfad“, also die buddhistischen Praktiken, die zur Befreiung vom Leiden führen. Die Erklärungen fallen ausführlich genug aus, werden oft mit Beispielen oder Zitaten Thich Nhat Hans oder Buddhas veranschaulichend ergänzt.  Durchgängig machen Übungen dieses Buch zu einem Praxisbuch, das beim Lesen mit- und nachempfindenden läßt. Manche Übungen dauern nur kurz, wie beispielsweise achtsames Atmen, bei einer anderen benötigt man für jede Teilaufgabe eine Woche. Allen Übungen ist gemein, dass man sich mit sich selber, mit seinen Anhaftungen und vielem mehr auseinandersetzt, vieles erkennt und nicht mehr so wichtig nimmt, auch die eigene Selbstzentriertheit – und im Gegenzug mehr Glück empfindet.

Das Buch wurde sehr schön gestaltet, mit Mandalas, farbig gedruckten, eingerahmten, verschieden farbig hinterlegten Texten, je nach Inhalt und einem Lesebändchen. Das kleine Format finde ich sehr ansprechend; so kann man es auch gut in der Tasche mitnehmen und unterwegs immer wieder ein Stückchen lesen, wegpacken und darüber nachdenken. Vieles wird man auch immer wieder lesen…

Ich habe schon mehrere Bücher über buddhistische Lehren gelesen, unter anderem von Thich Nhat Han. Manchesmal waren die Erklärungen etwas kompliziert, nie durchgehend so einfach erklärt und dargereicht, wie in diesem kleinen Buch, mit dem man ganz wundervoll alleine arbeiten kann. Ich bin schon ganz gespannt auf weitere hilfreiche Bücher dieser Buchreihe.

 

5/5 *****

sehr gut und anschaulich erklärt

Rafael Schlünder: Messer schärfen mit dem Schleifstein

LV, ISBN 9783784356266


Rafael Schlünder vermittelt in diesem Buch zunächst Grundlagenwissen zu Messern und verschiedenen Stahlen sowie zum Schärfen, wobei er direkt verschiedene Schleifsteine, Abziehriemen und den Wetzstahl vorstellt und erläutert.

Den Schwerpunkt des Buches bildet der reichlich bebilderte Praxisteil, in dem die einzelnen Schleifvorgänge und -methoden gezeigt und erläutert werden, durch Text und Schritt-für-Schritt-Fotos.Dabei werden alle Schleifmethoden an unterschiedlichen Messerformen ( auch Wellenschliff) und Werkzeugen wie Schere, Gartenschere, Axt oder Rasenmähermesser erklärt. Ein weiteres Kapietel erklärt den Bauvon Zubehör, wie einem Schleifblockhalter oder einer Wellenschliff-Vorrichtung. Sehr hilfreich finde ich die Liste der häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet am Ende des Buches.

Alle Erläuterungen und Erklärungen fand ich ausgesprochen interessant und sehr detailliert; sehr hilfreich ergänzen die Schritt-für-Schritt-Fotos die einzelnen Arbeitsschritte. Dennoch hatte ich bei einigen Bewegungen Probleme, mir diese vorzustellen, beispielsweise den Scheibenwischer. Da ich noch nie ein Messer geschärft habe und sicher gehen wollte, habe ich mir zum Schärfen online einen Film angesehen, der meine Fragen beantwortet hat. Wahrscheinlich gibt es nicht viele, die dieses Problem auch haben werden. Dennoch ist mir der Unterschied in den Erklärungen aufgefallen und ich weiß die enorme Vielfalt der vorgestellten Methoden und einzelnen Schliffen in Reihenfolge, auch erklärt an den einzelnen zu schleifenden Objekten, nun noch mehr zu schätzen. Ich finde dieses Buch ausgesprochen hilf- und lehrreich und bin froh, die guten Anleitungen immer wieder nachschauen zu können.

 

5/5

gute Auswahl an erprobten und ansprechenden Rezepten

Marcel Seeger: Meine Lieblingsrezepte (WDR Backbuch)

LV, ISBN 9783784356242


Konditormeister Marcel Seeger stellt in diesem Buch kurz den Familienbetrieb und dessen Geschichte sowie seine Tätigkeit in der Sendung „Hier und heute“ vor, in der er eingesendete und ausgewählte Zuschauerrezepte backt, nachdem er sie in seiner Konditorei modefiziert und probegebacken hat.

In diesem Buch stellt er seine 39 Lieblingskuchen und -torten vor, die allesamt schon freitags in der Sendung vorgestellt und somit erprobt wurden. Alle Rezepte wurden gut erklärt, durch ein ganzseitiges Foto des fertigen Gebäcks sowie durch einen Tipp ergänzt; manchmal findet sich auch ein Zusatzrezept als Ergänzung, beispielsweise bei der Apfel-Eierlikör-Torte eines für selbstgemachten Eierlikör oder beim Glühweinkuchen eines für selbstgemachten Glühwein, bei der Eierlikörtorte für den Eierlikör.

Es finden sich unter den Rezepten Klassiker wie gedeckter Apfelkuchen, Rhabarberstreusel, Schwarzwälder Kirsch oder Cheesecake, aber auch neue Ideen wie Blutorangen-Torte, Zitronencremetorte oder Weihnachtliche Trüffelcremetorte. Meine Favoriten sind die Grillagetorte, die schwedische Mandeltorte, die Herdecker Bratapfeltorte sowie der schnelle Bienenstich, dessen Rezept durch das Zusatzrezept der gekochten Bienenstichcreme ergänzt wurde.

Insgesamt bietet dieses Buch eine schöne Auswahl an erprobten und ansprechenden Kuchen- und Tortenrezepten, die sich gut nacharbeiten lassen.

5/5 *****

ganz bezaubernde Hand- und Fingerpuppen, supergut erklärte und anschauliche Anleitungen

Annika Schlouck: Häkelspaß – fantastische Finger- und Handpuppen

stv, ISBN 9783702018122


Annika Schlouck entwirft seit ein paar Jahren Häkelschriften, die sie u.a. in Häkelzeitschriften oder dem Internet veröffentlicht.

In diesem Buch stellt sie die ausführlichen Anleitungen für 15 Hand- und 3 Fingerpuppen vor, wobei die Anleitungen als Text und nicht als Häkelschrift angegeben werden. Ich persönlich finde diese Variante viel einfacher zu lesen und halte sie auch für Häkelanfänger für pflegeleichter.

Das Buch beginnt mit den Anleitungen für besondere Maschen sowie Grundanleitungen für Kopf, Oberkörper und andere Bestandteile der einzelnen Puppen. Hierbei und auch bei jeder anderen Häkelanleitung im Buch fällt auf, wie gut und ausführlich diese erklärt und durch zahlreiche Fotos ergänzt wurden. Die Fotos der fertigen Puppen, immer  auch wunderschön in Szene gesetzt, finde ich sehr ansprechend.

Mir gefällt sehr gut, dass die Handpuppen auch Beine haben und so zudem als „einfache“ Puppe bespielt werden können. Ich könnte sie mir auch sehr gut als Weihnachts-/Geschenk für kleine Mäuse vorstellen, die sie sicher in ihr Herz schließen werden. Egal ob beispielsweise Rotkäppchen mit Großmutter und Wolf oder Schneewittchen und die sieben Zwerge (Fingerpuppen), Hänsel, Gretel und die Hexe, alle Puppen sehen toll aus und ich werde, nicht unter Zeitdruck, einige nacharbeiten.Die Anleitungen sind sehr gut geschrieben, durch zahlreiche Schritt-für-Schritt-Fotos und Tipps ergänzt, so dass ein Nacharbeiten nicht allzu schwierig sein sollte; Grundzüge des Häkelns sollte man aber schon beherrschen.

 

5/5 *****

tolle Modelle, sehr gut erklärt

Emma Varnam: Kakteen und Sukkulenten selbst häkeln

stv, ISBN 9783702018207


Emma Varnam entwirft seit Längerem Häkel- und Strickdesigns, beetreibt einen Handarbeitsblog und präsentiert in diesem Buch Häkelanleitungen für 25 Kakteen und Sukkulenten.

Die Anleitungen wurden leicht verständlich verfaßt, in einem Text und nicht in einer Häkelschrift. Diese Version empfinde ich als weitaus einfacher zu lesen, besonders auch für Anfänger, die zu Ende des Buches eine gut bebilderte Häkel- und Zusammennähanleitung finden.

Zu jeder Anleitung gehören mehrere Fotos, eines davon zeigt die fertige Pflanze in der tatsächlichen Größe, was ich sehr schätze. Ergänzend finden sich auch Häkelanweisungen für Erdballen und Blumentöpfe, wobei ich die Nutzung eines Tontopfes besonders reizvoll finde.

Sehr gut gefällt mir, dass die enthaltenen Kakteen und Sukkulenten in Größe und  Aufwand variieren, wobei sich der Schwierigkeitsgrad von Projekt zu Projekt steigert. Ich habe in diesem Buch viele Modelle gefunden, die mir gefallen und die ich nacharbeiten und vielleicht auch verschenken möchte.Viele der Kakteen werden in Runden gehäkelt und, besonders durch den Beginn mit einfacheren Modellen und der guten Anleitung für die benötigten Techniken eignet sich dieses Buch sowohl für alte Häkelhasen als auch für Anfängerinnen.

5/5 *****

 

schönes Weihnachtsbuch für die ganze Familie

Sebastian Unterberger: Das Große Servus Weihnachtsbuch

Servus, ISBN 9783710402210

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Das großfarmatige, schön gestaltetee Weihnachtsbuch mit Lesebändchen und vielen schönen Bildern enthält jede Menge besinnliche Texte, die unter anderem Brauchtum, Feiertage und Entstehen der Lieder beinhalten. Sogar ein kurzes Märchen der Gebrüder Grimm ist enthalten, ganz zu schweigen von den vielen Advents- und Weihnachtsliedern

Insgesamt wirkt das Buch sehr erhaben und strahlt schon alleine auf Grund seiner vielen goldenen Seiten besondere Wertigkeit, erhabene Stimmung und Festlichkeit aus. Der Liederschatz beinhaltet traditionelle und auch neu gedichtete Lieder, die ich nur zum Teil kenne, jedoch auch den Eindruck gewonnen habe, dass einige älteres Kulturgut aus dem süddeutschen und österreichischem Raum mit spezieller Mundart sein werden. Auch einige der vorgestellten regionalen Bräuche waren mir nicht bekannt, wie beispielsweise der Glöcklerlauf. Zum Ende des Buches finden sich ein paar Rezepte wie beispielsweise Weihnachtsmostpunsch, Mettensuppe, Kletzenbrot, Mohn- oder Vanillekipferl.

Das ganze Buchwirkt sehr edel, verfügt über einen weitgestreuten Inhalt, von Sacherklärungen bis zu Liedern mit Noten –  ein schönes Weihnachtsbuch für die ganze Familie!

 

5/5 *****

Anfänge der Tierfilmerei und persönliche Erinnerungen

David Attenborough: Die Abenteuer eines Naturfreundes

Terra Mater, ISBN 9783990550212


David Attenborough beschreibt seine beruflichen ersten Schritte bei der BBC als Praktikant, als Regisseur und als Tierfilmer.

Die erste Tiersendung, bei der jeweils ein Tier aus dem Londoner Zoo als Studiogast der Livesendung dabei war, war Anfang der 50er Jahre das erste Format dieser Art. Attenborough hatte die Idee, zusammen mit einem Mitarbeiter des Londoner Zoos unbekannte Tiere in der ganzen Welt aufzuspüren, für den Zoo einzufangen, zu versorgen, zu überführen und vor allen Dingen diese Expeditionen und die Tiere zu filmen, selbstverständlich in schwarz-weiß. Dieses Buch enthält die ersten drei Berichte, dieser einmal jährlich stattfindenden Expeditionen: nach Guyana, Indonesien und nach Paraguay, beginnend im Jahr 1955.

David Attenborough vermag es so bildlich zu erzählen, egal ob von Studiobegebenheiten, Tieren wie dem Ameisenbär, von, KragenbärFaultieren, Orang-Utans,Krangenbären oder Schmetterlingen, dass man sofort Bilder im Kopf oder vor Augen hat – und nicht nur die vielen schwarz-weiß und die einzelnen Farbfotos. Viele Erinnerungen, auch an Grzimeks „Ein Platz für Tiere“ oder an „Hatari“ und sehr frühe Tierfilme haben sich zudem eingestellt. Das Lesen dieser Beschreibungen und Abenteuer, die in einer anderen Zeit standfanden und die besuchten Landstriche noch eher unentdeckt waren, fand ich ausgesprochen spannend und interessant.

 

5/5 *****