Rezepte für aktive Sportler, die schlank bleiben wollen

Gabriele Giesler: Das Women’sHealth Kochbuch

südwest, ISBN 9783517095707


Klappentext: „Schlemm Dich schlank! Diät war gestern!“

Das Kochbuch bietet nach einer Einführung, besonders zu den modernen, nicht regionalen Superfoods und Zutaten anderer Küchen ( z.B. Tofu, Acai-Pulver,Tempeh, Kokosöl, Nussmus, Hefeflocken, Currypasten, Glasnudeln, Wasserkastanien)und einer Kurzeinführung in die Grundausstattung einer Küche ( beschichtete Pfanne, zwei Töpfe, scharfe Messer, Standmixer, Küchenmaschine, Spiralschneider) einen großen Rezeptteil mit über 120 Rezepten,
unterteilt in die Kapitel „Frühstück“, „Genießer-Frühstück“, „Lunchbox de Luxe“, „Picknick und Fingerfood“, Muskelfood“, „Auftanken“, „Quick & easy“, leicht & lecker“, „Detox Days“, „Frei von…“, „Schlemmer-Gerichte“ und „Sweets for my sweet“. Zu einem Teil der Rezepte gibt es ein Foto der zubereiteten Speise, was ich persönlich immer sehr zu schätzen weiß und in diesem Buch bei den meisten Rezepten vermisse. Die Anleitungen sind allesamt gut verständlich und leicht nachzukochen. Die Auswahl der Rezepte finde ich abwechslungsreich und ansprechend, aber nicht so wirklich neue oder aufregende habe ich nicht allzu viele finden können. Es finden sich Rezepte, wie z.B. Zucchininudeln mit Tomaten, Champions und Mandelsauce bei der eine Portion 446 cal. beinhaltet, was ich für ein Gemüsenudelrezept sehr viel finde – oder Rote-Beete-Suppe mit Walnüssen mit 357cal oder Käsespätzle mit 940 cal oder Kichererbsenburger mit scharfe Mayo mit 615 cal.

Mir war schon bewußt, dass in diesem Buch von klapperdürren Modells Abstand genommen wird und Sport sowie dafür energiespendende Nahrung wesentlich höher bewertet werden, und dennoch hatte ich eher kalorienreduzierte, ausgewogene und schmackhafte Rezepte erwartet, die mir trotzdem nicht das Gefühl von Diät vermitteln. Ich möchte nicht schlank bleiben, sondern werden ohne dabei, schon allein wegen hochkalorischer Mahlzeiten Hochleistungssport betreiben zu müssen. Irgendwie hatte ich dem Zusatz auf der Rückseite „Denn eine sportliche Frau braucht Energie. Um Hochleistungssport zu vollbringen – sei es im Job oder beim Sport.“ zu wenig Aufmerksamkeit beigemessen. Möglicherweise läßt die Beschreibung auf der Buchrückseite „ Schlemm Dich schlank! Diät war gestern!“ falsche Erwartungen aufkommen; der Untertitel des Buches bringt es vielmehr auf den Punkt „ „Traumbody-Rezepte: Lecker essen und trotzdem schlank bleiben“. In der Einführung wird erläutert, dass man mit einem Kaloriendefizit von 500 cal. pro Tag und reichlich Sport am besten abnimmt.

Ich muß gestehen, dass der Fehler bei mir liegt, denn die ober aufgeführten Zitate stehen, nun, da ich das Buch gelesen und einzelne Rezepte ausprobiert habe, eindeutig im Widerspruch zu meinen Erwartungen. – und ich frage mich schon, welche durchtrainierten Sportler mit Traumbody brauchen Rezepte zum Schlankbleiben bei gleichzeitigem ausgiebigen Training. Beschämt muß ich feststellen, dass ich offensichtlich nicht zur Zielgruppe gehöre …., das Buch aber schon das vermittelt, was es verspicht.

Fazit: hauptsächlich Kochbuch für aktive Leistungssportler, die ihren schlanken Traumbody behalten wollen

 

4/5 ****

vielfältige, ansprechende, vegane Rezepte mit natürlichen Zutaten

Sibylle Sturm: Gutes Karma Food

Good Life Books by Fackelträger, ISBN 9783771646929


Sibylle Sturm hat in „Gutes Karma Food“, ihrem dritten Buch, 70 Rezepte zusammengestellt, die frei von tierischen Produkten, Gluten, Weißmehl, Soja- und Industriezucker, Farbstoffen und anderen künstlichen Zusatzstoffen sind. Sie legt viel Wert auf frische, regionale und saisonale Bioprodukte, also lebendige Nahrung, die voller Vitalstoffe steckt, auf frische Zubereitung, reichliches Trinken und Geniessen der Mahlzeit.

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel: Frühstück, Salat, Suppen, Hauptgericht, Süßes & Salziges, wobei jedes Rezept aus einer überschaubaren Anzahl an Zutaten, ohne großen Zeitaufwand, zubereitet wird. Die jeweiligen Anleitungen sind gut verständlich und leicht nachzuarbeiten; zu jedem Rezept gibt es ein schönes Foto der fertigen Speise und einen Extra-Tipp z.B. zur Zubereitung, Mitnahmemöglichkeit, austauschbaren Zutaten.

Ganz besonders erfreulich finde ich, dass keine Soja- oder andere, für mein Empfinden oft überteuerte und nicht immer unbedenkliche Ersatzprodukte, verwendet werden, die für mich eindeutig zur Industrienahrung zählen.
Sehr gut gefällt mir die Vielseitigkeit der Rezeptauswahl, meine Highlights sind: ein gutes, nicht übermäßig salziges Rezept für einer selber hergestellten Gemüsebrühepaste, Pancakes mit Banane und frischem Obst ( Buchweizen- und Kichererbsenmehl), gebackene Auberginen mit Cashewcreme & Petersilie, Maissuppe mit Pilz-Lauch-Topping, Exotische Kürbissuppe mit Banane & Kokos, Bohnen-Linsen-Pattys mit Balsamico-Feigen, Buchweizen-Pfannkuchen mit Pilzfüllung, Nussbraten mit fruchtigen Preiselbeeren, gebackene Süßkartoffeln mit Linsengemüse, Polentapizza mit Rucola & Oliven & Paprika und zweierlei Knabberei: knackige Kichererbsen und scharfe Cashewkerne aus dem Backofen.

Zugegeben, die ein oder andere Zutat würde ich nicht als regional bezeichnen, den größten Anteil an Zutaten aber schon und kaum etwas verdirbt den Spaß so sehr, wie zu verbissen an eine Sache heranzugehen.

Für mich bietet dieses schön gestaltete Buch viele einfach zuzubereitende, ansprechende und auch etwas aufregende Rezepte, zum genauen Nachkochen und auch als Inspiration für Abwandlungen.

5/5 *****

ganz nett, aber nicht wirklich umwerfend

Andrea Schirmaier-Huber: Geschenke aus meiner Backstube

Edition Fackelträger, ISBN 9783771646868


Andrea Schirmaier-Huber verrät in „Geschenke aus meiner Backstube“ neben Rezepten auch Ideen, die süßen Kleinigkeiten schön zu verpacken inklusive einiger Bastelanregungen.
Dem Buch habe ich entnommen, dass Frau Schirmaier durch Backshows im TV bekannt sein soll und sie schon einige Backbücher geschrieben hat.

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Schoko, Glücklich, Zauberhaft und Seelentröster, wobei ich, ehrlich gesagt, keinen Unterschied zwischen diesen Einteilungen finden konnte.
In den unterschiedlichen Kapiteln finden sich u.a. Rezepte für Kekse, Eiskonfekt, Madeleines, Fudges, Backmischungen im Glas, Turrons, Maccarons, Trinkschokoladen auf Eßlöffeln, Marshmallows und Fruchtgelees. Manche ähneln sich schon und stellen für mich eher eine Variation eines vorangegangenen Rezeptes dar. Insgesamt finde ich die Auswahl größtenteils sehr ansprechend; jedoch manche Zutaten überzeugen mich nicht so ganz, wie z.B. Fruchtpulver. Bei einigen Zutaten in den Rezepten findet sich auch immer wieder ein bißchen Werbung für die Firmen, die die Autorin kostenlos mit allen nötigen Produkten und Rohstoffen für die aufgeführten Rezepte versorgt haben – da hätten mir die Angaben in der Danksagung am Ende des Buches ausgereicht.

Die Rezepte an sich sind gut erklärt und lassen sich allesamt einfach nacharbeiten; die professionelle Produktfotos präsentieren das zubereitete Ergebnis perfekt. Bei manchen Rezepten fand ich die Präsentation aufregender als die Zubereitung und würde es so nicht nacharbeiten, z.B. bei den verschiedenen Trinkschokoladen, bei denen geschmolzene und mit anderen Zutaten verrührte Kuvertüre auf einem Eßlöffel erstarrt und dann mit einer Minipipette ( gefüllt mit Weinbrand oder Rum, je nach Rezept) dekoriert wird – oder Trüffel, dekoriert mit Blattgold. Auf den Fotos sieht das toll aus, wirklich normalhaushalt-alltagstauglich finde ich das nicht; aber das kann ja jeder zum Glück anders sehen.

Mich habe in diesem Buch besonders die unterschiedlichen Rezepte für türkischen Honig / Nougat (Turrons) und für Marshmallows sowie die „Green-World-Kekse“ mit Matchatee-Pulver angesprochen.
Insgesamt finde ich die vorgestellten süßen Kleinigkeiten ganz nett, aber nicht wirklich umwerfend.

 

3/5 ***

schöne Motive und ansprechende, inspirierende OSHO-Begleittexte

Das OSHO Zen Tarot Ausmalbuch

Königsfurt Urania, 9783868267662


Dieses Ausmalbuch“ lädt mit 77 schönen, detailreichen Motiven aus dem Osho Zen Tarot zum Ausmalen und Entspannen ein. Jedes Motiv erstreckt sich über eine Seite und wird ergänzt durch begleitende Osho Zen Texte.

Das Papier ist recht dünn und da es beidseitig bedruckt ist, denke ich, dass man besser nicht mit Filzstiften arbeiten sollte, da die Farben „durchschlagen“ könnten. Für mich wäre das allerdings sowieso keine Option, denn, wie schon in meiner Kindheit, gibt es zum Ausmalen für mich nichts Besseres als Buntstifte, bei denen man durch unterschiedlichen Druck ja sogar die Farbintensität beeinflussen oder eine Struktur, z.B. Schraffierung gestalten kann.

Ich habe schon mehrere Ausmalbücher und liebe es, beim Ausmalen zu entspannen und meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und empfinde die ergänzenden Osho Texte als Einstimmung oder Anregung sehr ansprechend und freue mich viele weitere wundervolle Stunden des Ausmalens, des Kindseins und der Seele baumeln lassens, des Entspannens, Nachdenkens und in eine andere Welt Abtauchens…

5/5 *****

Bio-Gärtnern im Kleinen – für jedermann großartig erklärt

Birgit Lahner: Bio-Gärtnern am Fensterbrett

Löwenzahn, ISBN 9783706626088


Birgit Lahner erklärt in ihrem Buch genau, wie man einen kleinen Garten auf dem Fensterbrett anlegt, stellt verschiedene Pflanzgefäße und deren Sicherungsmöglichkeiten vor, erläutert das Aussäen, Pflegen, Ernten und sogar, wie man eigenes Saatgut gewinnen kann, z.B. von seinen Tomaten oder Paprika. Die Anzucht verläuft genaugenommen ähnlich wie im Garten, nur dass alles im kleinen Massstab funktioniert. Ehrlich gesagt haben mich manche Arbeitsschritte etwas überrascht, wie z.B. das Ansetzen einer Wurmkiste, das Mulchen oder das Giessen mit selbst angesetzter Jauche, was aber vollkommen sinnvoll ist, wenn man auf seinem Fensterbrett, je nach Jahreszeit drinnen oder draussen, das ganze Jahr über Kräuter, Gemüse, Salate oder Obst ziehen und ernten möchte. In vielen Pflanzenportraitsstellt Birgit Lahner geeignete Vertreter dieser Sorten vor, wobei mich der hohe Anteil an ungewöhnlichen, eher exotischen Pflanzen sehr erfreut hat – egal ob bei den Kräutern, Gemüsen oder dem Obst, welches ich ganz besonders spannend und bereichernd fand.

Selbst Pläne für Fruchtfolge, Mischkultur und Arbeiten im Laufe des Jahres finden sich in diesem Buch, neben Beschreibungen zur Pilz- und zur Keim- und Sprossenzucht oder kleinen DIY-Anleitungen.

Alles, was man an Wissen für den Fensterbrett-Bioanbau benötigt, wird leicht verständlich erklärt, die Auswahl an vorgestellten Pflanzen ist abwechslungsreich und hält viele neue, überraschende Vorschläge bereit.

 

5/5 *****

nicht der grosse Abnehmerfolg, aber das Interesse an Süßem ist weg

Marina Lommel: Low Carb – typgerecht

südwest, ISBN 9783517095738


Die Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin der Online-Plattform „Foodpunk“ Maria Lommel erläutert zunächstim Kapitel Foodwissen Grundlagen und Wirkungen der Ernährung. Hierbei beeindruckt das knapp zusammengefaßte Wissen, welches Zusammenhänge darstellt, die zum Teil ganz neu beleuchtet werden.
Es folgt ein kurzer Selbsttest, dem man entnehmen kann, welcher Abnehmtyp dieses Programms man ist. Genaugenommen bestimmt die Anzahl an abzunehmenden Kilos maßgeblich den entsprechenden Typ, der sich hauptsächlich darin unterscheidet, wieviele Wochen man sich in der Phase 1 befindet.
Das Programm verläuft in drei Phasen:
Phase 1: Boost your Brain, bedeutet Ultra-Low-Carb mit 30g Kohlenhydraten / Tag
Phase 2: Burn your Fat mit 50g Kohlenhydraten / Tag
Phase 3: Eat Clean, ideal um zwischen Phase 1 und 2 immer mal wieder die Speicher etwas aufzufüllen.
Ein genauer Plan für die die 3 Mahlzeiten in jeder der 3 Phasen folgt. Um eine grobe Vorstellung dieser Mahlzeiten aufzuzeigen, hier das Beispiel für das Frühstück in Phase 1:

150 g grünes Gemüse oder 50g Beeren
– 2 Eier oder 15g Proteinpulver oder 125 griech. Joghurt oder 75g Sahnequark oder 50g Geflügel/Fleisch/Fisch
– 100g Kokosmilch oder 80g Avocado oder 20g Kokosöl/MCT-Öl/Butter oder 25g Nüsse
Das sind pro Portion 6g KH, 16g Ew, 20g Fett.

Mittags und abends gibt es die doppelte Menge.

Danach folgen insgesamt 70 Rezepte für die drei Tagesmahlzeiten, jeweils nach Phase geordnetund zum Schluß Rezepte für Desserts. Immer wieder wird im Buch auf die Internetseite verwiesen, z.B. weil man dort weitere Rezepte finden würde oder sich einen persönlichen Plan erstellen lassen könne. Erstaunt war ich, als ich dort las, dass dies alles mit Zusatzkosten verbunden ist; soviel Werbung für eigene weitere Produkte hätte ich nicht erwartet. Jedoch reichen die Rezepte im Buch aus, um mit dem Programm zu beginnen, einen Eindruck zu erhalten und mit dem genauen Plan für die Mahlzeiten in den einzelnen Phasen kann man sich die Mahlzeiten auch einfach selber zusammenstellen.

Ich gehöre zu dem Low-Carb-Typ, der sich schon etwas länger nach den Grundsätzen der Phase 1 ernähren sollte um einen schnellen Abnehmstart hinzulegen. Sehr motiviert habe ich das Programm begonnen, alles abgewogen und mich ganz genau an die Anweisungen gehalten. Ich war ganz begeistert, als ich in der ersten Woche 2 kg abgenommen habe. In den zwölf Tagen danach in Phase 1 hat sich mein Gewicht nicht wirklich verändert, was ich sehr enttäuschend fand. Letztendlich habe ich mich dann zum Abbruch dieses Programms entschieden, weil ich bei derart starken Einschränkungen auch ein Ergenis sehen möchte.

Ich glaube, dass dieses Programm ein guter Einstieg sein kann; für mich war es eher eine kurze, aber doch erfolgreiche Erfahrung, denn ich habe seitdem noch keinerlei Heißhunger oder Griff nach Süßem gehabt. Wahrscheinlich werde ich mit etwas Abstand noch einen zweiten Versuch starten, mal sehen…

4/5 ****

zauberhaft schön – absolut empfehlenswert

Jakob Streit und Christiane Lesch: Die Zauberflöte

Verlag Freies Geistesleben, ISBN 9783772511141


Dieses Bilder- und Vorlesebuch vermittelt die Geschichte der Zauberflöte auf ganz bezaubernde Weise. Jakob Streit erzählt den Inhalt der berühmten Oper kindgerecht, aber dennoch anspruchsvoll; angegeben wird die Altersempfehlung ab 6 Jahren, was ich als angemessen finde. Nach ober würde ich keine Grenze setzen, denn die feine, gewählte Sprache, die es sehr gut vermag, den Zauber der Geschichte zu vermitteln, wird viele Kinder im Grundschulalter erst später erreichen, dafür aber auch Erwachsene ansprechen.
Die wunderschönen Bilder von Christiane Lesch ergänzen die Erzählung perfekt; sie sind farbenfroh ohne kitschig zu wirken, laden zum Beobachten und Erforschen ein; besonders gut gefallen mir die Farbverläufe und, dass vieles nur angedeutet wird, z.B. die Gesichter. So können sich die Kinder die Mimik und vieles weitere während des Zuhörens erträumen und die Bilder ergänzen.
Sowohl privat als auch in meiner beruflichen Tätigkeit im Kindergarten und in der Grundschule habe ich immer großen Wert auf das frühe Heranführen an die klassische Musik gelegt. Als Ergänzung zu diesem Buch möchte ich jedem, der sie noch nicht kennt, die DVD Box des Salzburger Marionettentheaters mit 5 Mozart Opern ans Herz legen.

Fazit: Selten habe ich ein so stimmiges und schönes Buch zur Zauberflöte in Händen gehalten, mit dem man sowohl sprachlich als auch mit Hilfe der Darstellungen die Schönheit dieser Oper kindgerecht vermitteln kann.

5/5 *****