spannender, gut recherchierter Roman um den Stromkrieg

edison

Graham Moore: Die letzten Tage der Nacht

Eichborn Verlag, ISBN 9783847906247, empf. ab 16 J.


Graham Moore erzählt in „Die letzten Tage der Nacht“ die Geschichte des Stromkrieg zwischen Edison und Westinghouse. Der junge und unerfahrene Anwalt Paul Cravath wird von Westinghouse ausgewählt um seine Interessen im Rechtsstreit um das Glühbirnenpatent zu vertreten, da er so unbescholten scheint und Westinghouse davon ausgeht, dass fast jeder in der Stadt auf einer Lohnliste Edisons steht oder ihm sonstwie verbunden ist. Manchesmal fehlt es Paul an Erfahrung und ihm unterlaufen auch Fehler, aber er gibt sein Bestes und begleitet den Fall bis zum Schluß.

Aber es geht nicht nur um diesen Rechtsstreit, sondern auch darum, was einen antreibt und, dass es passieren kann, sich zusehr an einem Punkt zu verbeissen und Wichtiges außer Acht zu lassen.
Sehr interessant schildert Moore die einzelnen Charaktere und ihre Motivation: Westinghouse erschafft Dinge, Tesla Ideen und Edison ein Imperium – drei miteinander absolut inkompatible Herangehensweisen mit Wissenschaft, Industrie und Geschäft umzugehen ( S.139). Ausgesprochen spannend fand ich die Beschreibung Teslas und seiner Eigenheiten.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und ihnen ist jeweils ein passendes Zitat einer Berühmtheit vorangstellt, was mir sehr gut gefällt.

Der Roman ist sehr fesselnd geschrieben; man mag ihn gar nicht mehr aus der Hand legen. Von Beginn an hatte ich den Eindruck, dass sehr gut recherchiert wurde und der Kampf um das Monopol sachlich korrekt erzählt wird. Im Anhang wird genau aufgelistet, welche Begebenheiten etwas verändert, ergänzt oder gekürzt wurden, wobei es sich eher um Kleinigkeiten handelt.

Fazit: Ein toller Roman, der die Geschichte des Stromkrieges zwischen Edison und Westinghouse korrekt, spannend und interessant vermittelt.

5/5 *****
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sehr informativer und hilfreicher Biogarten-Praxisratgeber

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Angelika Ertl: Jetzt haben wir den Salat

Ulmer, ISBN 9783818600198


Dieser Praxisratgeber steckt voll mit guten Ideen, Anleitungen und Tipps, allesamt so gut und einfach erklärt, dass sie leicht zu verstehen und zu befolgen sind. Erklärt wird, wie man den Boden aufbereitet mit Kompost, Jauchen, Mulchen und mehr, verschiedene Gemüsesorten, insbesondere Tomaten, Mischlutur, Boden-, Hügel- und Hochbeete werden erläuert, genauso wie Helfer, Schädlinge und gute Nachbarn.
Für mich war das Kapitel mit den Wintersalaten ganz besonders interessant, denn bislang habe ich zu der Zeit meinen Garten einfach ruhen lassen und nichts mehr geerntet. Außerdem geht Frau Ertl auf Wildkräuter, die man einfach nutzen statt bekämpfen sollte, Kräuter, eßbare Blüten und eine bunte Blumenwiese ein. Zwischendurch und besonders am Ende des Buches finden sich ein paar Rezepte z.B. zu Brennesseln oder Kapuzinerkresse; es sind nur wenige, die mir allerdings ausreichen – ich hatte ja ein Garten- und kein Kochbuch erwartet.

Die einzelnen Bereiche hat Frau Ertl sehr anschaulich erläutert und jeweils durch viele praktische Anwendungsbeispiele ergänzt. Zudem finden sich immer wieder farbig hinterlegte Zusammenfassungen und Tipps sowie Fotos, die sich prima ergänzen. Ganz besonders hilfreich finde ich die Zusammenstellungen der guten Nachbarn zusätzlich zu der überall zu findenden Tabelle.

Insgesamt finde ich das Buch sehr interessant und hilfreich, allerdings gibt es auch ein paar Punkte, die mir nicht so gut gefallen haben. Ich stamme nicht aus Östereich und demzufolge ist mir Frau Ertl auch nicht als Gartenratgeberin in Sendungen des ORF bekannt. Mir waren ihre vielen Fotos im Buch, auf denen sie posiert, liegend auf einer Wiese oder mit schiefgerücktem Hut oder mit zugehaltener Nase am Jauchefaß oder hockend zwischen Tomatenpflanzen oder zwischen Salat oder zwischen Blumen oder von hinten mit Korb in der Hand oder…oder…. einfach zuviel des Guten; mir wären stattdessen informative Gartenfotos lieber gewesen. Und, vor allem finde ich es sehr bedauerlich, dass der Anhang für die deutsche Ausgabe nicht angepaßt wurde.
Was soll ich mit Adressen von Saatgut, Setzlingen und anderen Produkten in Österreich; es wird doch auch regionale Anbieter geben, bei denen ich direkt kaufen könnte oder Setzlinge im Falle einer Bestellung nicht so lange unterwegs wären. Selbstverständlich finde ich solche Adressen auch selber im Internet, hätte aber eine Überarbeitung angemessen gefunden.

Fazit: Auch wenn ich kleine Mängel beanstandet habe, finde ich das praxisnahe Buch insgesamt sehr informativ und hilfreich.

 

5/5 *****

wunderbares Buch – vermittelt Wissen, Tradition und Wertschätzung

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Erwin Thoma: Dich sah ich wachsen

Servus, ISBN 9783710401121


Dieses Buch gibt es nun schon seit 20 Jahren und nun in einer überarbeiteten Ausgabe. Für mich ist es nicht das erste Buch, das ich von Erwin Thoma lese; „die geheime Sprache der Bäume“ hat mich schon sehr begeistert und ich war neugierig auf noch mehr „altes Wissen“.

Erwin Thoma vermittelt Wissen aus persönlichen Erfahrungen und denen des Großvaters seiner Ehefrau, der zeitlebens Holz verarbeitet hat. Er erläutert die Auswahl der richtigen Bäume, den richtigen Zeitpunkt der Ernte, die richtige Lagerung, Trocknung, Reifung und Verarbeitung, beschreibt, wie man das Holz behandelt und nicht versiegelt. Auch Themen der Haltbarkeit, Schädlingsvermeidung /-bekämpfung und Unterteilung der Holzsorten für verschiedene Verwendungszwecke werden anschaulich beschrieben. Sehr hilfreich fand ich das Kapitel zum Brennholz, da wir manchmal mit einem Grundofen heizen, jedoch nur über wenig Lagerungsfläche zum Trocknen verfügen. Die Anleitungen und Hinweise ermöglichen, unter guten Bedingungen schon nach einem Jahr ausreichend getrocknetes Brennholz nutzen zu können.

Insgesamt finde ich alle angesprochenen Punkte des Buches sehr interessant und hilfreich, ob für die Anwendung als Bau-, Möbel- oder Brennholz. Sehr viele, einfach eingestreute Tipps, über die man sich vielleicht noch gar keine Gedanken gemacht hat, werden meinen Alltag beeinflussen und verändern. So habe ich z.B. nie in Betracht gezogen, die Küchenarbeitsplatte aus Holz und nicht aus beschichteter Platte oder Stein zu wählen, weil mir die Abwaschbarkeit so wichtig war. Die Erläuterungen zur geringsten Keimbelastung bei Naturholzarbeitsplatten und auch die Ausführungen zur Luftfeuchteaufnahme und -abgabe veranlassen mich nun zu einer ganz anderen Sicht. Ganz besonders gut hat mir das Letzte Kapitel gefallen, das „Informationen & Service“ zusammenfasst, für alle, die keinen Großvater haben um sich altes, überliefertes Wissen rund um Holz und seine Nutzung zu holen; in ihm findet man geballte Informationen zu Kauf, Verarbeitung, Einschätzmöglichkeiten der Qualität und Nutzbarkeit ( z.B. Erklärung zu stehender oder liegender Maserung) und mehr.

Mit viel Fachwissen vermittelt Erwin Thoma nicht nur die optimale Verwendung von naturbelassenem Holz, der damit positiven Wirkung auf das Raumklima, sondern belegt auch, wie nachhaltig die kurzen Verarbeitungswege dabei sind, wie unbelastend der Verzicht auf Pestizide, Lacke und andere chemische Zutaten ist; selbst bei der Nutzung als Brennholz erfolgt diese im Einklang mit der Natur. Und ganz eindeutig stellt Erwin Thoma klar, dass auch, wenn Holzöfen oder -häuser Jahrhunderte überstehen, alles, was aus naturbelassenem Holz gearbeitet wird, letztendlich verbrannt oder verrotten kann und danach ohne Schaden anzurichten wieder in den Kreislauf der Natur aufgenommen wird.

Fazit: Ein wunderbares Buch, das „altes Wissen“ und Traditionen um das vielseitige natürliche Material Holz und gleichzeitig eine hohe Wertschätzung diesem Naturprodukt gegenüber vermittelt.

 

5/5 *****

kurz und knapp – ein Appell an EINE Menschheit

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Michail Gorbatschow: Kommt endlich zur Vernunft – Nie wieder Krieg!

Benevento, ISBN 9783710900167


Michael Gorbatschow erläutert in seinem Vorwort sowie im Gespräch mit Franz Alt seine Vorstellung von weltpolitischem Umdenken hin zu gewaltfreien internationalen Beziehungen, dem Abschied von nationalstaatlichem Denken, hin zu einem gemeinsam gelebten Europa.

Dabei spricht er von Versöhnung, Abrüstung und gegenseitigem Vertrauen, so wie es schon zu Zeiten des kalten Krieges möglich war und von dem man sich um einiges entfernt hat. Immer wieder betont er, dass wir EINE Menschheit sind, mit Geduld und Verständnis aufeinander zugehen und einen gemeinsamen, friedlichen, atomwaffenfreien gemeinsamen Weg, neue Verhaltensregeln und eine andere Moral finden müssen, z.B. bei Spekulationen, Steuerflucht, organisierter Kriminalität…

Dieses kleine Büchlein mit nur 60 Seiten finde ich sehr interessant; woraus sollte man lernen, wenn nicht aus den Fehlern der Vergangenheit?

 

5/5*****

schöne Auswahl an leicht zuzubereitenden Kuchen, die toll schmecken und ebenso aussehen

magic

Blandine Boyer: Magic Cakes

Edition Fackelträger, ISBN 9783771646349


Blandine Boyer stellt in diesem Buch 30 Rezepte für neue Magic Cakes vor, jene Zauberkuchen, bei denen sich eine Teigmasse, die luftigen Eischnee enthält, beim Backen in drei Schichten absetzt. Sie sind allesamt leicht und ohne großen Aufwand zu backen, wofür es zu Beginn des Buches auch noch eine gut bebilderte, leicht verständliche Anleitung gibt. Wichtig ist der Autorin, dass man eine Kuchenform wählt, die man besser nicht stürzen sollte; sie empfiehlt eine mit herausnehmbarem Boden, wobei man bei der Wahl der Größe die freie Wahl hat. Sowohl in der Einführung als auch bei jedem Rezept steht der Vermerk, dass flache Kuchen etwas kürzer, höhere etwas länger gebacken werden müssen und als Richtwert werden immer 50-60 Minuten angegeben. Das finde ich als Angabe völlig ausreichend, denn jeder Backofen weist ja seine Eigenheiten auf, die man selber am besten abschätzen kann. Ganz wichtig ist das Ausruhen des Kuchens über Nacht im Kühlschrank, wobei die Puddingschicht des Kuchens an Festigkeit gewinnt.
Es folgen noch kurze Kapitel zum Dekorieren und Servieren; ab S. 12 finden sich dann die Rezepte für süße und auch für ein paar herzhafte Zauberkuchen, wobei mir die Auswahl sehr gut gefällt; es laden zum Nachbacken u.a. süße Varianten wie Vanille-Magic, Kakao-Magic, Sauerkirsch-Magic, Varianten mit Himbeeren, Blaubeeren, Nüssen, Cappuccino, roten Beeren, pistazien, Matcha , Pina-Colada, Bananentoffee oder mit Kastanien oder Möhren ein; bei den herzhaften sind eine Magic-Lorraine und kleine Aperitif-Magics mit verschiedenen Käsesorten vertreten. Die einzelnen Zubereitungen laufen immer gleich ab; es wechseln nur einzelne Zutaten und Dekorationen. Sehr gut gefällt mir auch, dass es zu jedem Rezept ein Foto und zu fast allen Dekorationsvorschläge gibt.

Mehrere Kuchen habe ich ausprobiert und sie haben uns sehr gut geschmeckt, erinnern etwas an leckere Puddingteilchen. Allerdings muß ich davor warnen, den Teig in einer Springform zu backen, da er viel zu dünnflüssig dafür ist. Ich habe es mit zwei verschiedenen Springformen ausprobiert und bei beiden lief der Teig sofort unten heraus. Letztendlich habe ich zum Backen eine beschichtete Pfanne benutzt, die einen Innendurchmesser von 28,5cm hat; der Kuchen ließ sich sehr gut mit einem Pfannendeckel wenden, war bei diesem Durchmesser ungefähr 4cm hoch. Wer lieber einen höheren Kuchen möchte sollte also einen geringeren Durchmesser wählen.

Fazit: Die Rezepte sind abwechslungsreich, leicht nachzuarbeiten; die Kuchen schmecken sehr gut und sehen toll aus.

5/5 *****
magic in Backform

magic in Backform

Sauerkirsch-Magic

Sauerkirsch-Magic

so sehen die 3 Schichten aus

so sehen die 3 Schichten aus

tolle Auswahl an erprobten Rezepten

thermo

Daniela & Tobias Gronau: Das grosse Kochbuch für den Thermomix

südwest-verlag, ISBN 9783517095356

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Daniela und Tobias Gronau haben in diesem Kochbuch 100 selbsterdachte und ausprobierte Rezepte für den TM5 und TM31 zusammengestellt.

Nach einer Einführung in den Thermomix und den Umgang damit gibt es die Rezepte in 14 Kapitel unterteilt:

Fingerfood, Salate, Suppen, Fleisch, Fisch, Vegetarisches, Veganes, Herzhaftes Gebäck, Aufstriche, Partyrezepte, Nachtisch, süßes Gebäck, Getränke und Mitbringsel.

Die Anleitungen sind präzise, einfach und leicht nachzuarbeiten, wobei ich die Rezeptauswahl sehr gelungen und äußerst abwechslungsreich finde, darunter Klassiker, aber auch internationale Rezepte, u.a. asiatische und indische. Zu ungefähr der Hälfte der Rezepte gibt es ein Foto; das hätte ich mir zu jedem Foto gewünscht, um sofort zu sehen, was mich da erwartet. Ebenso fehlen mir zu jedem Rezept die Nährwertangaben, die für mich zu einem Rezept einfach dazu gehören.

Einige Rezepte habe ich bereits ausprobiert, allesamt lecker und gelingsicher. Sonst koche ich selten nach Rezepte, sondern eher im „Freistil“, verwende den Thermomix nicht so intensiv, wie möglich. So war es für mich ein tolles Erlebnis, ein komplettes Gericht damit zuzubereiten und nicht nur einen Pudding oder den Reis. Zum Thermomix habe ich sonst nur das Grundkochbuch und die Rezepte online koche ich höchst selten nach. Ich mag es einfach, das Rezept mit Foto auf der Arbeitsfläche dabei zu haben und schätze diese Rezeptsammlung.

Auf alle Fälle werde ich regelmäßig Rezepte aus diesem Buch nachkochen, weil sie so einfach, geschmackvoll und gelingsicher sind. Es würde mich freuen, wenn in Folgebänden zu jedem Rezept ein Foto sowie Nährwertangaben enthalten wären, weil mir das bei dem ansonsten sehr ansprechenden Buch hier fehlt.

4/5 ****

Anspruchsvolle Geschichte mit professioneller Auseinandersetzung

fenster

Susann Pástor: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

KiWi, ISBN 9783462048704


In „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ beschreibt Susann Pásztor, die letzten Wochen der krebskranken Karla, wie sie sich mit dem Tod auseinandersetzt, selber ganz konkrete Vorstellungen hat und von ihrem Leben Abschied nimmt. Begleitet wird sie von mehreren Bekannten, auch von Fred, einem ehrenamtlichen Mitarbeiter eines Hospizes. Für Fred, den alleinerziehenden Vater des 13jährigen Phillips, ist dies die erste Sterbebegleitung; manchesmal kommt es zu Mißverständnissen und er fühltsich hilflos; auch Phil ist in gewisserweise an dieser Sterbebegleitung beteiligt und entwickelt sich, genau wie die Vater-Sohn-Beziehung in dieser Zeit, enorm weiter.

Susann Pásztor hat selber eine Ausbildung als Sterbebegleiterin abgeschlossen und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig – und genau das merkt man diesem Buch an: Ganz professionell beschreibt sie die Tätigkeit eines Sterbebegleiters, berichtet von Meetings und Supervisionen, in denen sich die Ehrenamtlichen austauschen, dort unter anderem von ihren Herausforderungen, Ängsten, Nöten und Beweggründen berichten, von ihrem Bemühen die letzte Zeit für den Sterbenden besonders angenehm zu gestalten und auch davon, wie schmerzlich es manchmal sein kann, wenn der Begleiteten dann verstorben ist. Auch die andere Seite weiß die Autorin bestens zu vermitteln, beschreibt die Auseinandersetzung Sterbender mit dem Tod, bezieht sich auf die einzelnen Schritte nach Kübler-Ross, zeigt Möglichkeiten des Abschiednehmens und der Auseinandersetzung damit auf, beleuchtet Bestattungsmodalitäten, wobei sie auf vielfältige Möglichkeiten eingeht. Beieindruckend fand ich auch ihre Ausführungen zum Sterbenfasten.

Nachdem man sich in das Buch ein wenig eingelesen hat, wird auch die Bedeutung des Titels klar, den man treffender überhaupt nicht hätte formulieren können. Die wunderbar erzählte Geschichte zwischen Karla und Fred und auch das Neuentdecken der Vater-Sohn-Beziehung fand ich spannend und äußerst abwechslungsreich geschildert. Mit jedem Kapitel wechselt der Erzähler, aber da schon die Überschrift verrät, wessen Perspektive dargestellt wird, fällt der stete Wechsel sehr leicht. Zwischendurch werden selbstgeschriebene Gedichte von Phil eingefügt, dessen Leidenschaft der Lyrik gilt oder Listen, die Karla schreibt, die Gedanken oder Wahrnehmungen in ganz reduzierter Form auflisten und sich im Laufe der Zeit inhaltlich ändern.

Susann Pásztor hat eine eindrucksvolle Geschichte erzählt, und nebenbei erhält der Leser einen sehr guten Einblick in die Situation sowie die Arbeit von Sterbebegleitern. Was mir ganz besonders gut gefallen hat, war diese professionelle Sicht, die sachliche Darstellung ohne Effekthascherei oder Bearbeiten der Tränendrüsen.

5/5 *****