Alles, was man für den perfekten Einstieg in die kreative Rohkost-Küche braucht

Rohköstlich leben

 

Mimi Kirk beschreibt, wie sie zur Vegetarierin wurde und sich nun rohköstlich ernährt. Besonders wichtig findet sie, dass das Essen von uns geachtet wird und uns guttut. In etlichen Kapiteln und unter verschiedenen Aspekten beleuchtet sie wichtige Aspekte der Ernährung, z.B. Nährstoffe betreffend oder die Wirkung einzelner Obst-/ Gemüsesorten und legt besonderen Wert darauf, dass die Nahrungsmittel lebendig sein sollten, wenn wir sie zu uns nehmen ( also keine Konserven) und dass sie nicht über 46°C erhitzt werden sollten. Die wichtigsten Zutaten und Küchenhelfer werden vorgestellt und erklärt, genauso wie verschiedene Rezeptkapitel mit verschiedenen Rezepten:
– Smothies, Säfte, „warme Drinks“, Mocktails und mehr
– Leckeres zum Frühstück, rohköstliches Brot und Cracker
– Suppen
– Salate und Dressings
– Käse, Aufstriche, Tapenaden, Wraps und Rolls
– Gemüsegerichte und Beilagen
– Hauptgerichte
– Süßspeisen und Desserts

Die einzelnen Rezepte sind leicht verständlich erklärt und nachzu“kochen“.

Meine Meinung zum Buch:

Ich muß gestehen, das Buch hat mich schwer beeindruckt, denn Mimi Kirks Ausführungen wirken auf mich so schlüssig und authentisch; sie beschreibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen derart symphatisch. Mir gefällt es sehr gut, wie sie auch ihren restlichen Konsum unter die Lupe nimmt und alles ganzheitlich betrachtet, z.B. auch Pflegeprodukte und Zahncreme. Nie gibt es einen erhobenen Zeigefinger, sondern eher die Aufforderung einfach mit ein wenig Rohkost anzufangen und zu überprüfen, wie es uns damit besser geht. Oder: „Fangen Sie einfach an, jeden Tag ein wenig mehr Rohkost zu essen und morgens einen grünen Smoothie zu trinken“.

In den letzten beiden Wochen habe ich von ihren zahlreichen Rezepten nun einige ausprobiert, wobei ich einige Zutaten ausgetauscht habe. Meiner Meinung nach sollen die Rezepte ja auch nur aufzeigen, was alles rohköstlich möglich ist und die eigene Phantasie anregen. Da in meiner Region nun mal auch andere Lebensmittel wachsen als in der von Mimi Kirk erscheint es mir zwangsläufig, dass jeder seine eigenen Rezepte erschaffen muß. Allerdings fällt es nach dem Lesen dieses Buches sehr viel leichter, da Möglichkeiten aufgezeigt werden, an die ich früher überhaupt nicht gedacht hätte. Hierzu gehört der Einsatz des Dörrers, den ich bislang nur für Pilze oder Kräuter verwendet habe. Darauf, darin auch rohköstliche Brote zuzubereiten, wäre ich alleine nie gekommen, bin aber, ehrlich gesagt, noch etwas unsicher, ob diese zu meiner Routine werden könnten, zu sehr spukt mir dabei der Stromverbrauch durch den Kopf ( 10 Stunden à 600 Watt finde ich ziemlich viel ). Überhaupt hat mich bei einigen Rezepten die lange Vorbereitungszeit überrascht, eben bedingt durch lange Trocknungen.

Meine ersten Veränderungen nach zwei Wochen:
Einiges aus dem Buch habe ich schon in meinem Alltag umgesetzt, z.B. esse ich viel mehr Obst und Gemüse, oft auch als komplette Mahlzeit, radel jeden Tag etwas auf meinem Ergometer und habe „nebenbei“ 4kg abgenommen. Beherzigen werde ich auf jeden Fall den Zubereitungsratschlag, Gemüse nur unter 46° C zu erhitzen und die weiteren Rezepte werde ich auch ausprobieren.

Fazit:

Ein wunderbares Buch, einfühlsam, authentisch und undogmatisch geschrieben, das es dem Leser ganz leicht macht, sein Verhalten zu überdenken und schrittweise zu verändern.

5/5 *****

 

Rohköstlich leben von Mimi Kirk ist erschienen im Hans-Nietsch-Verlag

http://nietsch.de/rohkstlich-leben-p-8490.html

ISBN 9783862642052

 

 

Ein Füllhorn an effektiven und ganzheitlichen Übungen

Besser konzentrieren - Carola Wegerle

Carola Wegerle Besser konzentrieren: Der Workshop für ein besseres Gedächtnis. Konzentration in allen Lebenslagen. Plus DVD mit allen wichtigen Übungen

Carola Wegerle ist Kommunikations-, Kinesiologie- und Yogatrainerin und hat in diesem Buch mit DVD Übungen aus diesen Bereichen mit einfließen lassen.
Das Buch startet mit einem S.O.S.Programm, das schnelle Hilfe bringt. Danach folgen viele leicht verständliche Übungen, gut erklärt und mit Hintergrundwissen erläutert. Bereiche wie Arbeitsplatz, Wahrnehmen durch die Sinne, Licht und Farben, Düfte, Töne, Schlaf, Ernährung u.a. werden abgehandelt und mit einer Vielzahl an Übungen verbunden.
Dieses Buch ist etwas Besonderes; ich habe noch kein vergleichbares gefunden, das eine derart große Vielfalt an wirksamen Übungen für mich bereit hält und so verständlich alles genau erklärt.
Meine Empfehlung wäre, das Buch zunächst ganz zu lesen um so auch alle Hintergrundinformationen zu erhalten und schon im ersten Durchgang die Übungen heraus zu finden, die einen am meisten „anlachen“ und zu genau diesem Zeitpunkt am besten helfen. Es reicht völlig, sich zunächst nur zwei Übungen auszusuchen, diese aber wirklich regelmäßig durchzuführen. Wenn diese Beiden dann zur täglichen Routine geworden sind, blättert man einfach wieder durch – oder schaut die DVD ( hat mir sehr gut gefallen) und sucht sich die nächste Übung aus……
Für mein Empfinden stellt der Kaufpreis ein Schnäppchen dar, wenn man sich überlegt, was für einen wundervollen und zeitlich unbegrenzten workshop man erhält – kein Vergleich zu einem Kurs, der ein paar mal stattfindet und dessen Übungen schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Fazit: Ein wundervolles Buch, mit dessen Hilfe man mit genau den richtigen Übungen zur richtigen Zeit sein persönliches Programm zusammenstellen kann. Aber selbstverständlich sollte man seine Übungen regelmäßig durchführen.

5/5 *****

völlig überbewertetes Buch

Paleo-Diät für Einsteiger: Die neue Steinzeitküche - pur genießen, gesund abnehmen

Paleo-Diät für Einsteiger – Die NEUE Steinzeitküche – von Elisabeth Lange

Das erste Drittel des Buches widmet sich der Einführung in das Thema und im hinteren Zweidrittel des Buches kann man Rezepte nachschlagen.

Zunächst möchte ich auf den theoretischen Teil eingehen. Dort werden wichtige Erkenntnisse abgehandelt, z.B. , dass der Steinzeitmensch kein Fastfood, keine Süßigkeiten, so gut wie keine Milch- und Getreideprodukte zu sich genommen hat und wir das auch besser lassen sollen, wenn wir abnehmen möchten. Sport hilft auch beim Abnehemn – und da es sich ja schließlich um die Steinzeitdiät handelt, wird darauf verwiesen, dass der Steinzeitmensch schließlich auch viel gelaufen ist. Um uns gut zu ernähren, sollen wir nach seinem Vorbild viel Gemüse und auch täglich Fleisch essen.

Dann folgt ein Rezeptteil mit verschiedenen Braten- und Gemüserezepten; das Gemüse wird regelmäßig mit Mandelmus zubereitet und gerne püriert.

Mein Eindruck vom Buch:

So ganz neu, wie man bei dem Titel „neue Steinzeitküche“ erwarten dürfte, ist die Idee des Buches doch nicht. Es macht eher den Eindruck, dass die Grundidee von schon lange erschienenen Diäten in das Gewand „Paleo“ gepreßt wurde, da sich das anscheinend besser verkaufen läßt. Also: ein Buch mit Altbekanntem, vgl. 1. Stufe des New York Body Plans von David Kirsch, Stoffelwechseldiät, Low Carb, Volumetrics -Diät… und bestimmt noch mehr.

Abgesehen davon finde ich die Einweisung ziemlich oberflächlich geschrieben; gerne hätte ich für die aufgestellten Behauptungen auch Belege erhalten ( z.B. bzgl. Milchprodukten oder Vollkornprodukte, die man ausdrücklich meiden soll). So finde ich die Darstellungen, was schädlich / bewiesen wäre eher fragwürdig als glaubhaft. Fakten hätten mich da eher überzeugt und gerade bei einem erklärten „Einsteigerbuch“ sollte nicht nur behauptet, sondern auch belegt werden; Phrasen und „Argumente“ wie „wer weiß?“ finde ich eher peinlich als überzeugend und diese zeigen mir, dass die Autorin von ihren Lesern wohl nicht allzuviel Mitdenken erwartet…., eigentlich schade.

Rezepte für Braten, püriertes Gemüse, Rührei oder Gemüsesuppe brauche ich auch nicht; und die Anwendung von Mandelmus kennt jeder, der nur eins der tollen Bücher von Attila Hildman gelesen hat. Ebenfalls Rezepte wie: Dünsten Sie sich 500g Gemüse als Beilage; wenn es das Hauptgericht sein, fügen Sie den 500g Gemüse einen TL Mandelmus zu, finde ich auch überflüssig. Unabhängig von moralischen Bedenken halte ich täglichen Fleischgenuss für ungesund, da heutzutage Hormon- und Medikamentgaben dem Fleisch eine andere Qualität verleihen, als es zur Steinzeit anscheinend hatte.

Schade, da hatte ich eindeutig mehr erwartet als: Zweidrittel Gemüse und Obst, der Rest besteht aus magerem Fleisch, Fisch und Eiern, Licht und Vitamin D, ausreichend Schlaf und Bewegung – Keine Industrienahrung, kein Fastfood, keine Süßigkeiten.

Fazit: absolut nicht überzeugend, viele Behauptungen und gar keine Belege, vollkommen oberflächlich geschrieben – von mir daher keine Leseempfehlung.

1/5 *

zutiefst beeindruckende Erkenntnisse über Bienenvölker und ihr Schwarmverhalten

Thomas D. Seeley beschreibt und belegt mit vielen dokumentierten Versuchen das Schwarmverhalten der Bienen, wobei Forschungsergebnisse aus über 60 Jahren äußerst detailliert beschrieben wurden. Angefangen vom Leben im Bienenvolk bis zum Einzug in die neue Nisthöhle gab es viele Erklärungen und etliche Zusammenhänge, die mir als Jungimkerin neu waren und mich zutiefst beeindruckt haben. Dieser Abschnitt macht den größten Teil des Buches aus und darüber bin ich sehr froh.

Es gibt ab S. 251 andere Informationen, z.B. dass Douglas Hofstadter vor 30 Jahren eine Ameisenkolonie mit einem menschlichen Gehirn verglichen hat – und daraufhin arbeitet Th. D. Seeley auf den nächsten 5 Seiten Ähnlichkeiten zwischen der Funktionsweise eines Primatengehirns und eines Honigbienenschwarms heraus.

Ab S. 257 befaßt der Autor sich auf 19 Seiten mit dem Thema „Was wir Menschen von den Honigbienen lernen können“ und wiederholt dabei noch einmal alle Etappen der im Buch aufgeführten Phasen der Schwarmbildung und Übersiedelung. Das soll seiner Meinung nach die anzustrebende Demokratie sein, die wir von den Bienen lernen sollten.

Es folgt der Epilog ( S. 277 – S. 282) und auf den folgenden 32 Seiten Anmerkungen / Fußnoten zum Buch.

Meine Meinung zum Buch:

Die Beschreibungen zum Bienenvolk waren grandios und für diesen Teil des Buches würde ich mehr als 5 Sterne vergeben. Alles was danach kommt, finde ich sehr verkrampft und gewollt – und leider auch nicht wirklich nachvollziehbar. Das, was der Autor unter der anzustrebenden Demokratie versteht, deckt sich nicht mit meinem Verständnis für Demokratie. Eines seiner Beispiele lautet: In Sitzungen von Vorständen könnte man lange Diskussionen ersparen, wenn die 20%-25%, die bei einer Probeabstimmung offensichtlich der Mehrheit im Wege stünden, still würden und ihre Sicht zugunsten eines eindeutigen Konsenses verschweigen.
Abgesehen von diesem Punkt, bin ich froh, dass die Demokratie unter uns Menschen auch den Männern erlaubt, mit zu diskutieren und wir Frauen sie nicht nach der Begattung verhungern lassen. Und mittlerweile ist bekannt, dass es nicht nur eine Schwarmklugheit, sondern auch eine Schwarmdummheit gibt. Was bei der „Abstimmung“ zwischen zwei potentiellen Nisthöhlen perfekt zu funktionieren zu scheint, läßt sich wohl nicht auf alle Fragen und Entscheidungen der Menschen übertragen… Ich denke, dieses Thema war für den Autor auch nicht wirklich so wichtig, da er sich diesem nur 19 Seiten gewidmet hat. Es erschien mir vielmehr so, dass der Buchtitel dadurch etwas großzügiger formuliert werden konnte…

Fazit:

„Wie Bienen kollektiv entscheiden“ wurde grandios dargestellt und „was wir davon lernen können“ konnte mich gar nicht überzeugen..

4/5 ****