vegetarische Schlemmerreise durch Frankreich

Heike Kügler-Anger: Französisch vegetarisch

pala Verlag, ISBN 9783895663741


Heike Kügler-Anger nimmt den Leser mit auf eine kulinarische Schlemmerreise durch unterschiedliche Regionen Frankreichs samt deren typischen Rezepten, die allesamt vegetarisch oder vegan daherkommen. So finden sichnach einer kurzen Einführung in einzelne Landstriche sowie in die französische Eßkultur über 100 Rezepte unter anderem aus der Aquitaine, dem Elsass, Lothringen, dem Loiretal oder der Provence, unterteilt in die Kapitel: kalte Vorspeisen, warme Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Saucen und Dips, Hauptgerichte, Überbackenes und Aufläufe, Eierspeisen und Pfannkuchen, Beilagen, Nachspeisen.

Alle Rezepte haben gemeinsam, dass sie recht bodenständig, ohne viel unnötigen Schnickschnack, dafür aber mit frischen Zutaten und Geschmack zum Ausprobieren locken. Genauso mag ich das; und schon beim Durchblättern läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Ich freue mich über Rezepte wie: Tomaten-Senf-Tarte mit Ziegenkäsekruste; Quiche lorraine mit Räuchertofu; Vegetarische „Schneckenpfännchen“ mit Kräuterbutter; südfranzösische Knoblauchsuppe; überbackene Zwiebelsuppe; Lavendel-Nuß-Butter; Pinienkerne-Dip; Elsässer Flammkuchen; mit Maronen gefüllte Kürbis; Auberginen-Ziegenkäse-Gratin; Maronen-Pflaumen-Gratin aus dem Périgord, verschiedene Galettes ( u.a. mit Champignonfülle); Pfirsichsabayon mit Lavendelblüten oder Spekulatiuscreme mit Sauerkirschen und Kirschwasser.

Die Rezepte sind allesamt gut erklärt, viele detailierte Anweisung machen das Nachkochen ganz einfach. Bei vielem bin ich ganz überrascht, eine vegetarische oder vegane Version vor mir zu haben, wie beim Flammkuchen oder den „Schnecken“pfännchen.

Das Buch ist wieder sehr schön gestaltet; für mich dürften ein paar Bilder der fertigen Speise enthalten sein, aber dieses wunderschöne Gesamtbild auf 100% Recyclingpapier macht diesen Lese-/ Genuß auch so zu einem rundum schönen Erlebnis.

 

5/5 *****

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davon löffel ich gerne aus, was ich mir eingebrockt habe

Ulli Zika: Kraftsuppen & Eintöpfe

Kneipp Verlag, ISBN 9783708807157


Ulli Zika ist Ernährungsberaterin nach TCM und gibt in diesem Buch neben Rezepten auch einiges an Fachwissen weiter. In der Einleitung erfährt man Wissenswertes über Suppen zum Gesundwerden und -bleiben, erhält kleine Einblicke in die TCM sowie eine weitgefächerte Übersicht über gesundheitsfördernde Zutaten für wohltuende Suppen.

Danch folgen direkt die 90 Rezepte, vielfältig und gut strukturiert. Es finden sich zu jedem Überpunkt erst erst Kraftssuppen und danach Rezepte für Eintöpfe: für Fleisch ( Rind, Lamm), für Geflügel, für Fisch und Meeresfrüchte, vegetarisch und vegan und aus aller Welt und endet mit süßen Rezepten.

Den Rezepten merkt man an, dass sie nicht nur schmecken, sondern auch guttun sollen; man liest von Hildegard-Gewürzen, Yin und Yan,chinesischer Ernährungslehre und erfährt in Tipps Abwandlungen und durch Info-Ecken beispielsweise, dass Linsen sich positiv auf die Nierenenergie auswirkt, Safran und Chili das Chi in Bewegung bringt oder Hildegard, über die wärmende und verdauungsfördernde Wirkung von Fenchel oder die vielseitigen Wirkungen des Buchweizens.

Die Rezepte finde ich sehr abwechslungsreich; von Klassikern wie der geklärten Kraftbrühe vom Rind, Lammknochenkraftsuppe bis zu ganz außergewöhnlichen Kreationen wie Yin- und Blut-nährende Hühnerkraftsuppe, Sauerkrautsuppe mit Karpfen, Fischkraftsuppe mit Lachsforelle, Zander mit buntem Gemüse in Krensauce oder scharfer Karpfen-Paprika-Pot wird jeder neue Lieblingsrezepte finden.

Ich bin schon von klein auf ein ganz großer Suppen- und Eintopfgeniesser und freue mich ganz besonders über die fischigen, vegetarischen und veganen Rezepte wie fruchtig-scharfe Kokos-Linsen-Suppe, Mich-sticht-der-Hafer-Suppe mit Gelbwurz, Cashew-Curry mit Pilzen und Kartoffeln auf Massaman-Art und über die Rezepte aus aller Welt, beispielsweise Ukrainische Borschtsch, Pho ( Vietnamesische Rindsuppe) , Tom Yam Gung ( Thailändische scharf-saure Garnelensuppe mit Zitronengras), grüne Fischcurry-Suppe auf Thai-Ar, Jamaikanisches Lammcurry mit Rum oder Feuriges Linsen-Dal auf Ayurveda-Art. Manches habe ich davon schon in einer anderen Art zubereitet und bin ganz überrascht über einige der hier verwendeten Zutaten, Kräuter und Gewürze. Die Rezpte wurden gut erklärt und lassen sich leicht nachkochen; leider finden sich nicht zu allen Rezepten Fotos; die vielen Tipps und Erklärungen waren sehr interessant.

5/5 *****

sehr gut und anschaulich erklärt, auch für Ungeübte komplett machbar und hilfreich

Katrin Hartig: Seelenküsse – Yoga für Körper und Geist

Lingen Verlag, Edition Achtsamkeit, ISBN 9783943390612


Der praktische Aufsteller in Ringbindung bietet in unterschiedliche Farben eingeteilte Seelenküsse, wobei jede Übung als Yoga-Übung sowie als Mudra ( Hand-/ Fingeryoga) aufgeführt und durch Atemübungen ergänzt wird. Die einzelnen Übungen werden ausführlich und leicht verständlich erklärt, durch Skizzen veranschaulicht. Zudem wird auf eine persönliche Ausgestaltung der Übungssituation eingegangen, wie z.B. die Verstärkung durch begleitende Düfte oder das Gestalten des Übungsplatzes.

Die Unterteilung in verschiedenfarbige Seelenküsse erfolgt in:

Rote Seelenküsse fördern das Urvertrauen, stabilisieren und geben Sicherheit, z.B. mit der Übung „Berglöwe“ oder „Der Stein“. Die orangen Seelenküsse schenken Leichtigkeit, Lebensfreude und führen uns zu unserem inneren Kind, beispielsweise mit dem „Schmetterling“, dem „Frosch“, der „Zange“ oder dem „glücklichen Baby“. Die gelben Seelenküsse helfen, auf die innere Stimme und sein Bauchgefühl zu hören, mit sich in Harmonie zu sein, seine Gefühle zu kennen und damit umzugehen, beispielsweise mit der „Waage“, dem „drehenden Kerzenleuchter“ oder dem „Drehsitz“. Die grün-rosa Seelenküsse stehen für Mitgefühl und Liebe und bieten Übungen wie den „Stern“, den „Regenbogenheld“ oder „die Kobra“. Die blauen Seelenküsse helfen u.a. mit der „Kopfrolle“, der „Qualle“ oder dem „Fisch“ dabei, für sich das richtige Maß in der Kommunikation zu finden. Um seine Phantasie anzuregen und Dinge in neuen Zusammenhängen sehen zu können können die violetten Seelenküsse hilfreich sein, mit Übungen wie dem „Halbmond“, der „Heuschrecke oder dem „zusammengerollten Blatt“. Die weißen Seelenküsse können bei Erkenntnis und Weisheit unterstützen; Übungen hierfür sind besispielsweise die „stehend Vorbeuge“, „der Hase“ oder „der Ast im Wasser“. Abschließend finden sich auch noch einzelne universelle Übungen.

Jeder Themenbereich beginnt mit einer genauen Erklärung, der Vorstellung von Übung, Alternativübungen, falls z.B. körperliche Beschwerden einschränken, begleitende Atemübungen, , passende Mudra und Mantra. Mir gefällt diese vielseitige und dennoch komprimierte Form an Übungen, die trotz allem recht übersichtlich und vor allem leicht nutzbar sind. Ein Buch, das Geübten raffinierte Yogastellungen vermittelt, würde mich völlig überfordern. Dieses hier beinhaltet komplett für mich machbare und hilfreiche Übungen, die mich deshalb nicht verschrecken, sondern motivieren. So sollte es sein, ganz besonders um Ungeübte auf den Geschmack zu bringen; zudem gefällt mir die leichte Handhabung des ausgesprochen schön gestalteten Aufstellers sehr gut; man hat immer seine ausgewählte Übung im Focus, wird nicht abgelenkt, sondern unterstützt.

 

5/5 *****

tolle Rezeptauswahl an selbsthergestellten Fix- und Convenienceprodukten, frei von bedenklichen Zutaten

Jutta Grimm: Magisch fix

pala Verlag, ISBN 9783895663734


Jutta Grimm hat in diesem Buch 140 Rezepte zusammengestellt, die sie schon seit Längeren entwickelt und erprobt hat, da sie mit Unverträglichkeiten auf die üblichen Fixprodukte reagierte und eine Alternative dazu suchte. Bevorzugt hat sie schon immer das frische Kochen, aber manchmal, wenn es besonders schnell gehen muß, sind Fix-Produkte oder Convenience Food einfach zu praktisch.

Nun sind diese Fertigprodukte nicht nur teurer als frische Zzutaten, sondern enhalten auch Geschmacksverstärker, Konservierungs- uns andere künstliche Zusatzstoffe, viel Zucker, Salz und Fett. Wer das alles gar nicht in seinem Essen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten, denn es finden sich leicht und schnell nachzubereitende Rezepte für verschiedene Salz- oder Zuckermischungen, aromatisierten Honig, Sirup, Gewürzmischungen, Brühen, Saucenpulver, Tees, Getränkewürzungen, Tortenguß, Puddingpulver, Sahnefestiger, Extrakte, vegane „Milch“sorten, Krokant, Granola, Mischungen im Glas, wie beispielsweise Pilzrisotto, Falafel-Mix oder Backmischungen, aber auch „feuchte“ Vorräte wie Pasten und Saucen oder Dressings.
Manche Rezepte kennt man so oder ähnlich, aber die gesamte Sammlung finde ich außergewöhnlich. Sehr gut gefällt mir auch, dass neben vielen Extra-Tipps auch Verpackungen und Anregungen vorgestellt werden, um diese selbsthergestellten Produkte aus der eigenen Küche als Geschenk weiterreichen zu können. Für einige Würzmischungen finden sich zudem einzelne Rezepte, u.a. für Blumenkohl Tikka Masala oder Tomatenpesto. Zu jedem Rezept hat die Autorin eine Haltbarkeitsdauer, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen, angegeben.

Ich habe viele Rezepte entdeckt, die ich für uns nachbereiten werde, denn obwohl ich niemals Fix-Tüten verwende und dachte, ich koche immer frisch und bewußt, sind mir durch dieses Buch doch einige Produkte aufgefallen, mit denen ich es trotzallem nicht so genau genommen habe, z.B. Brühen, fertige Currypasten oder unsere geliebte süßsaure Chilisauce. Andere Rezepte finde ich ausgesprochen interessant, wie beispielsweise verschiedene Bachmischungen, Pudding- oder Saucenpulver, die ich zwar nie benutze, sondern immer frisch zubereite, aber sie als Geschenke herzustellen, finde ich ganz besonders reizvoll.

Insgesamt bin ich von dem Buch ganz begeistert, die Rezepte sind vielfältig, leicht nachzuarbeiten, umweltfreundlich, gesund, wenn man entsprechend einkauft in Bioqualität – und eigenen sich auch sehr gut für selbsthergestellte Geschenke aus der eigenen Küche.

 

5/5*****

schnelles Brot, Fladen und Kleingebäck aus Vollkornmehl und anderen gesunden Zutaten

Angelika Kirchmaier: Unser Brot

Kneipp Verlag, ISBN 9783708807140


Angelika Kirchmaier stellt in ihrem Buch „Unser Brot“ das Brotbacken mit der Gabelmethode vor. Hierbei werden alle Teigzutaten mit einer Gabel verrührt und dann als Brot oder Kleingebäck abgebacken.
Zunächst hat mich diese Zubereitung sehr stark an „das faule Brot“ erinnert, bei dem der Teig mit einer winzigen Menge Hefe per Gabel verrührt und dann mindestens 12 Stunden lang gehen gelassen wird, bevor abgebacken wird. Angelika Kirchmaiers Ansatz ist da ein ganz anderer; sie verwendet Hefe, Backpulver oder Sauerteig in der ganz normalen, üblichen Menge, verrührt die Zutaten kurz und backt sofort ab. Dabei verarbeitet sie in ihren Rezepten durchaus auch aufregende Zutaten, die sich nicht unbedingt in jedem Lebensmittelgeschäft besorgen lassen. Häufig finden sich in den Rezepten Zutaten wie Waldstaudenkorn, Kamut, Emer, von denen ich noch nie gehört habe, aber auch Grünkern-, Einkorn-, Buchweizen oder Dinkelmehl. Die Vielfalt an Rezepten, die zudem durch Zugabe von Nüssen, Saaten, Flocken, Früchten oder anderem variiert werden und die eigene Phantasie anregen finde ich sehr gelungen; es finden sich unter anderem verschiedene Brötchen-, Stangen-, Fladenbrot- und Brotrezepte und eine genaue Einführung in das Brotbacken mit Hefe oder Backpulver.
Gerade diese Aufforderung, selber nach eigenen Vorlieben zu experimentieren und mit diesem Buch eine Basis an Rezepten und Know-How zu erhalten, spricht mich ebenso an wie die vielfäligen Rezepte, anhand derer man seine Favorinten finden oder selber entwickeln kann.

 

5/5 *****

tolle, auch richtig ausgefallene Rezepte – für Weihnachten und auch die Zeit dazwischen

Christine Egger: Weihnachten im Glas

Pichler Verlag, ISBN 9783222140105


Christine Egger hat in diesem Buch Grundrezepte, beispielsweise für Zwetschgenröster, Vanillekipferl, Lebkuchenteig oder Schokoladensauce sowie ganz viele unterschiedliche Rezepte für Kuchen, warme oder kalte Desserts und Geschenke im Glas zusammengestellt.Viele der Rezepte, besonders bei den Geschenkideen, greifen auf Vorangegangenes und die Grundrezepte zurück.

Die im Buch enthaltenen Rezepte geht weiter über das hinaus, was ich bislang zu Kuchen im Glas gelesen habe; so begeistern mich ganz besonders die Rezepte für Bratapfel mit Zimtsabayon; Apfelstrudel ( mein absolutes Highlight) ; Zwetschgen-Mohn-Auflauf; Topfen-Dirndl-Kuchen; Kürbiskernölkuchen; Cheesecake mit Weichseln; Lebkuchentiramisu sowie die besoffene Liesl. Diese zubereiteten Leckereien sind auch auf Fotos zu sehen, was mich immer schon beim ersten Durchblättern sehr anspricht und die Auswahl meiner Favoriten stark beeinflußt. Leider sind nicht alle Rezepte mit Fotos dargestellt, so dass einige Rezepte mich erst nach und nach erobern werden. Alle Rezepte wurden sehr gut erklärt und viele von ihnen durch Tipps beispielsweise zur Lagerung oder Zutatenaustausch ergänzt.

Insgesamt finde ich die Rezeptauswahl sehr gelungen; viele neue Ideen, auch dekorativ als Geschenk in Szene gesetzt, sprechen mich vollkommen an und sind auch außerhalb der Weihnachtstage äußerst attraktiv und lecker.

5/5 *****

traditionelle und moderne, aus Übersee inspirierte Rezepte der Weihnachtsbäckerei

Bernhard Wieser & Michael Rathmayer: Weihnachten mit den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen

Pichler Verlag / Styria, ISBN 9783854317340


Bernhard Wieser und Michael Rathmayer haben auch für dieses zweite Buch zehn Burgenländer Hochzeitsbäckerinnen besucht, die ein wenig über ihre Tätigkeit und ihre eigene Art, Weihnachten zu feiern und dafür zu backen.
Zudem steuert jede der Hochzeitsbäckerinnen jeweils vier ihrer persönlichen und regionalen oder aber aus Übersee inspirierte Rezepte für Weihnachtsgebäck bei, z.B. Schneeballerl, Kokoskipferl,Marzipan-Orangen-Nougat, Mandelstangerl, Lebkuchensterne, Florentiner, Schmalzkipferl, Lebkuchen-Cakepops, Punschkringel, Pimskeks, , Früchtebrot, Lebkuchen, Macarons mit Eierlikör-Kaffee-Creme, Mini-Gugelhupf, Pistazienkeks, Kürbiskernschnitten, , Kokoskugeln, Apfelbrot, gefüllte Lebkuchen, Vanillekipferl.
Sehr gut gefällt mir hierbei die breit gefächerte Auswahl an verschiedenen Gebäcken, wobei ich für mich feststellen muß, dass gerade ein derart traditionelles Fest untrennbar mit ebensolchen traditionellen Weihnachtsgebäcken verbunden ist. Für mich persönlich wären nun cakepops, donuts, muffins und macarons eher Gebäcke für den Rest des Jahres; weihnachtliche Stimmund und das Gefühl von „alle Jahre wieder“ stellt sich damit bei mir nicht ein. Aber da sind wir ja zum Glück alle unterschiedlich gestrickt…

Insgesamt hat mir dieses Buch äußerst gut gefallen; die Mischung an Rezepten, persönlichen Portraits der freischaffenden Hochzeitsbäckerinnen sowie die insgesamt 40 ansprechenden Rezepte, finde ich ausgesprochen gelungen. Die einzelnen Rezepte wurden gut beschrieben, reichlich bebildert und häufig mit wertvollen Tipps versehen, so dass ein Nacharbeiten der auch alltagstauglichen Leckereien, probemlos erfolgen kann.

 

5/5 *****