ansteckendes Buch: in Erinnerungen und Rezepten schwelgen

My Feldt: Apfelduft & Heidelbeerblau

at Verlag, ISBN 9783038005360


My Feldt, unter anderem Köchin und Konditorin mit eigener Bäckerei/Konditoreiund in Schweden wohl bekannt durch ihre eigene Fernsehshow, hat hier ein ganz besonderes Back-, Lese- und Wertschätzungsbuch geschaffen, das zudem noch wunderschön illustriert wurde.

Das Buch ist nach Jahreszeiten eingeteilt; Geschichten und Rezepte wechseln sich ab. Dabei sind nicht nur die 70 Rezepte ein Genuss, sondern vor allem auch ihre Erinnerungen an ihre Kinderzeit, an Erlebnisse mit ihrer Oma und Glücklichsein in der Natur. Von der ersten Seite an steckt sie mit ihrer Begeisterung über die Schönheit der Natur an, mit ihren Erinnerungen, wunderschönen Fotos und kleinen gemalten Details auf vielen Seiten ( mal eine Biene, eine Blüte, eine Frucht) und weckt die eigenen Erinnerungen…

Sehr gut gefällt mir ihre grundsätzliche Erklärung zu den Rezepten, dass man sie nicht strikt und stur nacharbeiten, sondern mit Selbstvertrauen einfach abwandeln soll, dass Rezepte genau davon leben ( und auch vom Weitergeben) und dass, selbst wenn etwas nicht so schmecken sollte wie erwartet, man ja immerhin etwas dazugelernt habe und beim nächsten Versuch etwas abwandeln kann. Ihre in diesem Buch vorgestellten Rezepte, die auch nicht alle ursprünglich von ihr stammen, sollen also ein Grundgerüst darstellen, mit dem sich gut und schmackhaft arbeiten lässt, bei dem man aber auch kreativ ans Werk gehen soll.

So werden im Jahresverlauf unterschiedliche, saisonale Früchte verarbeitet und es finden sich beispielsweise Rezepte für Rhabarberkompott oder -saft, verschiedene Rhabarberkuchen, Fliedersirup, Marmeladen, Karamelle, Kuchen, Torten und anderes Gebäck mit Äpfeln, Himbeeren, Sanddorn u.v.m. . Die Rezepte sind gut erklärt, ergänzt durch schöne Fotos, die Linda Lomelinos Handschrift nicht verleugnen können.

Ich finde ganz besonders aufregend: Fliedersirup, Rhabarber-Vanille-Schnecken ( haben etwas Ähnlichkeit mit Berliner Ballen), Saft von Holunderblüten und schwarze-Johannisbeer-Blätter, „Omas Gewürzkuchenrezept“ im Original von 1935 und die ausgesprochen originellen Zimtschnecken, die an Wollknäule erinnern. Ich freue mich schon sehr aufs Nachmachen.

Insgesamt spricht mich dieses Buch total an; die Erinnerungen der sympathischen Autorin lassen den Leser mitschwelgen, auch in der eigenen Kindheit. Die Rezepte sind ganz eigen, mit Gewürzen oder Zutaten, die ich manchesmal selber nicht gewählt hätte. Die Illustration gefällt mir sehr gut. Ich finde diese Mischung rundum gelungen, vielseitig, abwechslungsreich, einfach schön.

 

5/5 *****

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