völlig überbewertetes Buch

Paleo-Diät für Einsteiger: Die neue Steinzeitküche - pur genießen, gesund abnehmen

Paleo-Diät für Einsteiger – Die NEUE Steinzeitküche – von Elisabeth Lange

Das erste Drittel des Buches widmet sich der Einführung in das Thema und im hinteren Zweidrittel des Buches kann man Rezepte nachschlagen.

Zunächst möchte ich auf den theoretischen Teil eingehen. Dort werden wichtige Erkenntnisse abgehandelt, z.B. , dass der Steinzeitmensch kein Fastfood, keine Süßigkeiten, so gut wie keine Milch- und Getreideprodukte zu sich genommen hat und wir das auch besser lassen sollen, wenn wir abnehmen möchten. Sport hilft auch beim Abnehemn – und da es sich ja schließlich um die Steinzeitdiät handelt, wird darauf verwiesen, dass der Steinzeitmensch schließlich auch viel gelaufen ist. Um uns gut zu ernähren, sollen wir nach seinem Vorbild viel Gemüse und auch täglich Fleisch essen.

Dann folgt ein Rezeptteil mit verschiedenen Braten- und Gemüserezepten; das Gemüse wird regelmäßig mit Mandelmus zubereitet und gerne püriert.

Mein Eindruck vom Buch:

So ganz neu, wie man bei dem Titel „neue Steinzeitküche“ erwarten dürfte, ist die Idee des Buches doch nicht. Es macht eher den Eindruck, dass die Grundidee von schon lange erschienenen Diäten in das Gewand „Paleo“ gepreßt wurde, da sich das anscheinend besser verkaufen läßt. Also: ein Buch mit Altbekanntem, vgl. 1. Stufe des New York Body Plans von David Kirsch, Stoffelwechseldiät, Low Carb, Volumetrics -Diät… und bestimmt noch mehr.

Abgesehen davon finde ich die Einweisung ziemlich oberflächlich geschrieben; gerne hätte ich für die aufgestellten Behauptungen auch Belege erhalten ( z.B. bzgl. Milchprodukten oder Vollkornprodukte, die man ausdrücklich meiden soll). So finde ich die Darstellungen, was schädlich / bewiesen wäre eher fragwürdig als glaubhaft. Fakten hätten mich da eher überzeugt und gerade bei einem erklärten „Einsteigerbuch“ sollte nicht nur behauptet, sondern auch belegt werden; Phrasen und „Argumente“ wie „wer weiß?“ finde ich eher peinlich als überzeugend und diese zeigen mir, dass die Autorin von ihren Lesern wohl nicht allzuviel Mitdenken erwartet…., eigentlich schade.

Rezepte für Braten, püriertes Gemüse, Rührei oder Gemüsesuppe brauche ich auch nicht; und die Anwendung von Mandelmus kennt jeder, der nur eins der tollen Bücher von Attila Hildman gelesen hat. Ebenfalls Rezepte wie: Dünsten Sie sich 500g Gemüse als Beilage; wenn es das Hauptgericht sein, fügen Sie den 500g Gemüse einen TL Mandelmus zu, finde ich auch überflüssig. Unabhängig von moralischen Bedenken halte ich täglichen Fleischgenuss für ungesund, da heutzutage Hormon- und Medikamentgaben dem Fleisch eine andere Qualität verleihen, als es zur Steinzeit anscheinend hatte.

Schade, da hatte ich eindeutig mehr erwartet als: Zweidrittel Gemüse und Obst, der Rest besteht aus magerem Fleisch, Fisch und Eiern, Licht und Vitamin D, ausreichend Schlaf und Bewegung – Keine Industrienahrung, kein Fastfood, keine Süßigkeiten.

Fazit: absolut nicht überzeugend, viele Behauptungen und gar keine Belege, vollkommen oberflächlich geschrieben – von mir daher keine Leseempfehlung.

1/5 *

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