Ein Roman über Würde, Alzheimer-Erkrankung und Sterbehilfe

Henning flieht vor dem Vergessen – Ein Roman über Würde, Alzheimer-Erkrankung und Sterbehilfe von Hilda Röder:

Henning Landes lebt in Amsterdam, ist 68 Jahre als er von seinem Hausarzt die Diagnose Alzheimer erhält. Das, was er bei der Pflege Angehöriger miterlebt hat, läßt seine Angst vor dem Verlust seiner Würde so groß werden, daß er für sich den begleiteten Freitod durch einen Arzt als Weg sieht, in Würde zu sterben.
Über seine Gedanken, Zweifel, Erinnerungen, Gespräche mit seiner Familie, Kämpfen, Schuldgefühle, Loslassen können…. und auch rechtliche Hintergründe geht es in diesem Buch… und nicht zuletzt auch um verschiedene Ansichten der eigene Würde und Möglichkeiten mit dem eigenen Tod umzugehen.

Ein sehr leises, aber umso intensiveres Buch, das so ganz ohne reißerische Szenen, dafür aber mit genug Sachlichkeit und fundiertem Hintergrundwissen das Thema beleuchtet; Erfahrungen und Erkenntnisse aus mittlerweile jahrzehntelanger Berufserfahrung der Autorin flossen unübersehbar mit ein. Mich hat sehr beeindruckt, wie vielfältig, detailliert und nachempfindbar das unterschiedliches Erleben und Umgehen mit dem eigenen Tod absolut wertfrei beschrieben wurde und ganz viele Möglichkeiten zum Nachdenken eröffnet wurden.

Dieses Buch hilft dem Leser, sich bezeiten über den eigenen Tod und Themen wie Sterbehilfe, Patientenverfügung, Würde… Gedanken zu machen und vielleicht seine Richtung zu finden – zu einem Zeitpunkt, an dem man noch selber entscheiden darf.

 

5/5 *****

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